Foxtrail

Artenschutz von Polarfüchsen im Zeitalter des Klimawandels

Der fast bis zum Aussterben gejagte Polarfuchs kehrt langsam zurück. Doch der Klimawandel droht dieses Comeback zu verhindern. Unsere Arctic Fox Initiative unterstützt die Doktorandin Vanessa Schreiber, damit sie die Überlebensstrategien dieser bedrohten Tierart erforschen kann und um sie zu retten.

Nachhaltigkeit | Lesedauer 5 Minuten

Ich habe die einmalige Möglichkeit, Wissen über eine wilde und bedrohte Tierart zu sammeln. Eine besonders schwer fassbare Art: Den Polarfuchs.

Vanessa Schreiber
M.Sc. Zoologie und Doktorandin

Wusstest du, dass Fjällräven Polarfuchs bedeutet? In Schweden wird ein erfahrener Wanderer oder Abenteurer oft als echter Polarfuchs bezeichnet. Das war es, was unser Gründer Åke Nordin immer sein wollte. Heute steht der Name nicht nur für eine Marke. Er schützt seinen Namensgeber.

Das Projekt Save The Arctic Fox (Rettet den Polarfuchs) wird von der Fjällräven Arctic Fox Initiative finanziert und ist eine Partnerschaft zwischen der Universität Stockholm und Fjällräven. Das Ziel ist ganz einfach: Wir wollen dem Polarfuchs eine bessere Zukunft ermöglichen. Die bis fast zum Aussterben gejagte Spezies wurde 1928 als geschützte Art eingestuft. Anfang der 2000er-Jahre zählte man nur noch 50 Tiere. Seither ist die Population in ganz Schweden, Norwegen und Finnland auf 300 angewachsen – davon allein 200 in Schweden. Professor Anders Angerbjörn beschäftigt sich seit 30 Jahren mit Polarfüchsen und leitet Save The Arctic Fox. Das Projekt führt Bestandsüberwachungen durch, betreibt Forschung und sorgt für zusätzliche Nahrung.

Die Population ist zwar angestiegen, aber der Klimawandel in der Tundra hat den Erholungsprozess des Polarfuchses stark beeinträchtigt. Durch die Veränderungen des Ökosystems und die Erderwärmung haben Lemminge und andere Nagetiere, die die Hauptnahrungsquelle für Polarfüchse sind, eine geringere Überlebensrate. Im Winter gibt es weniger Schnee, um ihre Höhlen zu isolieren. Zudem bringen mildere Temperaturen vermehrt Regenfälle, die als Eisschicht auf der Oberfläche gefrieren und den Zugang zu Nahrung einschränken. Dies ist eine Katastrophe für die Nagetiere und schließlich auch für ihren Fressfeind, den Polarfuchs. Zusätzlich dringen die Rotfüchse mit der Erwärmung der Tundra in das Gebiet des Polarfuchses vor.

Um mehr darüber zu erfahren, wie die Polarfüchse mit diesen Bedingungen zurechtkommen, unterstützt Fjällräven eine Wissenschaftlerin der Stockholmer Universität, damit sie diese Spezies erforschen kann. Derzeitig wird die Zoologin Vanessa Schreiber unterstützt, die als Doktorandin in Tierökologie für die zoologische Fakultät der Universität Stockholm arbeitet. Sie hat einen Bachelor of Science in Biologie von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und einen Master of Science in integrativer Zoologie von der Universität Rostock und bringt ein lebenslanges Interesse an Tieren mit:

„Die Arbeit auf dem Gebiet der Zoologie oder genauer gesagt des Naturschutzmanagements war schon immer meine Leidenschaft. Davon träume ich seit meiner Kindheit. Jetzt habe ich die einmalige Gelegenheit, Wissen über eine wilde und bedrohte Art zu sammeln. Eine besonders schwer fassbare Art: Vulpes Lagopus oder Polarfuchs.“

Vanessa interessiert sich besonders für Verhaltens- und Evolutionsökologie sowie angewandte Erhaltungsforschung. Das ist eine ideale Ergänzung zu unserem Projekt Save The Arctic Fox. Unter anderem untersucht sie die Lebensgeschichte der Spezies. Dabei beschäftigt sie sich mit der Abfolge der Ereignisse, die mit dem Überleben und der Fortpflanzung zusammenhängen. Vanessa fasst die Bedeutung der Studie treffend zusammen:

„Die Lebensverlaufsstudie ist ein grundlegendes Forschungsgebiet, wenn es darum geht, zu verstehen, warum sich eine Spezies auf eine bestimmte Weise verhält. So erhalten wir entscheidendes Wissen, um sie schützen. Das ist in einer sich ständig verändernden Umwelt wie der Tundra von besonderer Bedeutung.

Der Polarfuchs hat eine komplizierte Beziehung zu seiner Nagetierbeute, die in einem Zyklus von drei bis fünf Jahren lebt. So wie die Umwelt- und Ressourcenbedingungen mit dem Klimawandel schwanken, so schwanken auch die Nagetierpopulationen. Der Polarfuchs musste sich mit lebensgeschichtlichen Kompromissen an diese neuen Bedingungen anpassen. Vor allem im Zusammenhang mit dem Klimawandel, der in den letzten 40 Jahren die Regelmäßigkeit der Nagetierzyklen in der Tundra stark beeinträchtigt hat.“

Vanessas Forschung konzentriert sich auf die Frage, wie der Polarfuchs seine Strategien weiterentwickelt hat, um mit den veränderten Bedingungen in der Tundra zurechtzukommen. Dazu vergleicht sie Langzeitdaten über Demographie, Reproduktionsinvestitionen und Genetik von zwei verschiedenen Ökotypen des Polarfuchses. Sie hofft, dass ihre neuen Erkenntnisse zu den laufenden Forschungs- und Schutzbemühungen beitragen werden.

Bei ihrer Forschung und all den Dingen, auf die sie sich konzentrieren muss, ist Vanessa auf Fjällräven Produkte angewiesen, um warm zu bleiben und sich wohlzufühlen. Wie sie sagt: „Ich verlasse mich im Grunde ausschließlich auf Fjällräven, wenn ich rausgehe. Egal, welche Wetterbedingungen herrschen, Fjällräven lässt mich nie im Stich.“

Vanessa trägt mit der Unterstützung von Fjällräven an mehreren Fronten wertvolle Erkenntnisse zur Rettung des Polarfuchses bei. Die international veröffentlichten Ergebnisse ihrer Forschung werden dabei helfen, Naturschutzbemühungen auf der ganzen Welt zu unterstützen. Kurz gesagt, die Rettung des Polarfuchses könnte einen Beitrag zur Rettung anderer bedrohter Arten leisten.

Solche Initiativen erfordern Engagement und kollektive Anstrengungen, damit sie verwirklicht werden können. Deshalb unterstützen wir weiterhin globale Projekte im Rahmen der Arctic Fox Initiative. Hast du eine Idee oder kennst du ein Projekt, das zum Schutz unserer Umwelt beiträgt? Vielleicht kommt es ja für eine Förderung im Rahmen unserer Arctic Fox Initiative infrage? Hier erfährst du mehr dazu.

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