Foxtrail

Die Lebensdauer eines Produkts

Wir müssen zusammenarbeiten, um den ökologischen Fußabdruck unserer Produkte zu reduzieren.

Nachhaltigkeit | Lesedauer 5 Minuten

Jede Aktion führt zu einer Reaktion. Überall, wo wir hingehen und bei allem, was wir tun, hinterlassen wir Spuren. Diese können harmlos sein, wie zum Beispiel Fußspuren im Schnee während einer Winterwanderung. Sie können sogar positiv sein, wenn du beispielsweise jemanden während eines Camping-Trips mit einem heimlichen Vorrat an Snacks überraschst und zum Lächeln bringst. Oft können sie aber auch weitreichende, negative Folgen haben. Dies gilt besonders dann, wenn wir darüber sprechen, welche Auswirkungen wir Menschen in der Natur verursachen. „Wir alle hinterlassen unseren ökologischen Fußabdruck“, erläutert Christiane Dolva, Head of Sustainability bei Fjällräven.

Wir alle hinterlassen unseren ökologischen Fußabdruck

Christiane Dolva
Head of Sustainability bei Fjällräven

Das haben wir immer im Hinterkopf, wenn wir über Produkte sprechen. Die Größe dieses ökologischen Fußabdrucks hängt von den Ressourcen ab, die wir verwenden und von den Emissionen, die wir bei der Produktion und Lieferung ausgestoßen haben. Mit diesen Daten kannst du berechnen, ob das Produkt einen großen oder kleinen Fußabdruck hinterlässt. Wir können versuchen, die Auswirkungen dieses Fußabdrucks durch die Art und Weise der Produktion zu reduzieren. Ein großer Teil dieses Fußabdrucks hängt jedoch davon ab, wie das Produkt verwendet wird. Der Fußabdruck basiert auf dem gesamten Lebenszyklus des Produktes. Je länger du das Produkt also nutzt, desto geringer wird der Fußabdruck pro Nutzung. Wenn du ein Produkt nicht nur ein oder zwei Saisons trägst, sondern viele Jahre lang, kann das einen riesigen Unterschied machen. Das heißt auch, dass du wahrscheinlich kein anderes, ähnliches Produkt kaufen wirst, mit dem du einen weiteren, neuen Fußabdruck hinterlässt.

Daten zu unserer „Umwelt-Schuhgröße“ sind die Grundlage unserer Design-Strategie bei Fjällräven. Zwei Schlüsselfaktoren geben uns dabei den Weg vor: Der erste ist Langlebigkeit. „Wir verwenden Materialien, die lange halten und entwickeln Produkte, die leicht zu reparieren sind. Wir hoffen, dass unsere Ausrüstung auf diese Weise physisch ein Leben lang hält.“

Aber es gibt noch einen weiteren Punkt, den wir sehr ernst nehmen, auch wenn dieser schwieriger zu bemessen ist. „Der andere Aspekt ist die emotionale Langlebigkeit,“ erläutert Christiane. „Es bringt nichts, eine langlebige Jacke zu entwerfen, wenn niemand sie für lange Zeit tragen möchte. Daher versuchen wir, Dinge so zeitlos und komfortabel wie möglich zu entwickeln.“

Allerdings weiß Christiane, dass es so gut wie unmöglich ist, vorherzusehen, ob dieser Plan aufgeht. „Wir können die Strapazierfähigkeit eines Materials im Labor testen. Aber wie sollen wir vorhersehen, ob die Menschen die Keb Eco-Shell Jacket in 5, 10 oder 15 Jahren noch immer tragen wollen? Das hängt von so vielen Faktoren ab. Bei der Greenland Jacket hatten wir Glück. Sie ist zu einem zeitlosen Klassiker geworden. Das können wir aber nur im Rückblick sagen.“

Wir geben jedoch in diesem Punkt unser Bestes. Und bisher haben wir sehr gutes Feedback erhalten. Viele von euch schicken uns Bilder von alten Kånken-Rucksäcken, Greenland Jackets, Räven Jackets, Thermo-Zelten und so weiter. Aber erst im Rückblick werden wir sagen können, ob auch unsere neueren Produkte, wie die Vidda Pro Trousers oder der Singi Wool Padded Parka in 40 Jahren noch als „zeitlos“ angesehen werden.

Du als Träger hast jedoch auch Einfluss auf den Lebenszyklus deiner Bekleidung. Du kannst entscheiden, wie lange du sie trägst, wie viele Abenteuer in der Natur du mit ihr erleben willst. Du bestimmst, ob ein Riss repariert oder ein verlorener Knopf ersetzt werden soll oder ob du ein neues Produkt kaufst. Du kannst entscheiden, wie häufig du eine Jacke wäschst und ein Zelt lüftest. Was wirklich einen großen Einfluss auf die Langlebigkeit eines Produktes und auf deinen Fußabdruck in der Umwelt hat, ist die Häufigkeit, mit der du etwas wäschst. Wir neigen dazu, unsere Bekleidung viel zu häufig zu waschen. Ein wichtiger Ratschlag ist: Wasche weniger. Lüfte die Kleidungsstücke lieber aus. Wenn dir ein kleiner Fleck auffällt, wasche nur diesen Teil mit der Hand. Und wenn es ohne Waschmaschine nicht geht, verwende das richtige Waschprogramm und Waschmittel und lade weder zu viel noch zu wenig in die Maschine.

Christiane rät darüber hinaus, saisonale Bekleidung richtig zu lagern – geschützt vor Sonneneinstrahlung und Luft und in trockener Umgebung. Unser Pflege- und Reparaturteam schlägt außerdem vor, Risse so schnell wie möglich mit einem entsprechenden Aufnäher zu reparieren und kaputte Reißverschlüsse und Knöpfe selbst auszutauschen.

Aber was ist, wenn die Lebensdauer eines Produkts endgültig abgelaufen ist? Wenn es nicht mehr an eine andere Person weitergegeben werden kann, weil es abgenutzt ist? „Naja, das ist ein wenig heikel,“ meint Christiane. „Ich hoffe, dass es zukünftig eine zentralisierte Lösung für das Recycling von Bekleidung gibt, ganz ähnlich wie für Glas und Pappe. Es gibt jedoch schon jetzt Unternehmen, die helfen können. Sie können Teile deiner Ausrüstung wiederverwenden, die noch in Ordnung sind und damit neue Produkte erschaffen oder alte reparieren.“

Wir arbeiten gemeinsam an einer Lösung für dieses Problem und suchen immer nach neuen Wegen, wie unsere Produkte physisch und emotional nachhaltiger werden können und lange Zeit Freude bereiten. Doch du hast die Lebensdauer deiner Kleidungsstücke auch selbst in der Hand. Du kannst deinen ökologischen Fußabdruck reduzieren, indem du sie wiederverwendest, reparierst und recycelst. Gemeinsam können wir etwas verändern.

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