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Die Wahl des richtigen Schlafsacks

Verabschiede dich von "zu warm" oder "zu kalt". Mit unseren Schlafsack-Tipps fühlst du dich beim nächsten Mal rundum wohl.

Produkte | Lesedauer 7 Minuten

Mit dem Schlaf steht und fällt ein gutes Abenteuer. Wenn du warm und ausgeruht aufwachst, startest du energiegeladen und mit einem Lächeln in den Tag. Wenn du dich jedoch die ganze Nacht frierend hin und her gewälzt hast, ist nicht nur deine Laune im Keller; du wirst auch eher krank und/oder bist unkonzentriert und machst unnötige Fehler. Ob deine Nacht gut oder schlecht wird, liegt nicht zuletzt daran, ob du den richtigen Schlafsack verwendest. Bevor du dich endgültig für ein Modell entscheidest, solltest du dir die folgenden Fragen stellen.

Wann verwendest du den Schlafsack?

Bei Schlafsäcken geht es hauptsächlich um die Wärmedämmung. Denn nicht der Schlafsack sorgt für die Wärme, sondern dein Körper. Die Aufgabe eines Schlafsacks ist es also, deine Körperwärme zu speichern. Für alle Schlafsäcke gibt es Temperaturgrenz-werte. Diese Grenzwerte gelten als Richtlinie. Außerdem solltest du überlegen, ob du allgemein leichter schwitzt oder eher frierst. Und du musst immer eine gewisse Toleranz miteinberechnen. Frauen frieren in der Regel schneller als Männern, daher sollten sich die Damen eher einen Schlafsack aussuchen, der für kältere Temperaturen geeignet ist.

Wenn die Temperaturen höher als erwartet sind, kannst du den Reißverschluss des Schlafsacks öffnen und einen Fuß, ein Bein oder einen Arm herausstrecken. Das hilft dabei, den gesamten Körper abzukühlen. Einige unserer Schlafsäcke haben Reißverschlüsse, mit denen man den Fußbereich vergrößern kann, was im Falle von höheren Temperaturen beim Abkühlen hilft.

Die Standard-Temperaturgrenzwerte für Schlafsäcke werden wie folgt eingeteilt

Oberer Grenzwert

Die Temperatur, bei der ein durchschnittlicher Mann schlafen kann, ohne zu sehr zu schwitzen. Die Messung erfolgt bei geöffneter Kapuze und geöffneten Reißverschlüssen und mit den Armen außerhalb des Schlafsacks.

Komfort-Grenzwert

Die Temperatur, bei der eine durchschnittliche Frau komfortabel und in entspannter Position schlafen kann.

Unterer Grenzwert

Die Temperatur, bei der ein durchschnittlicher Mann acht Stunden lang schlafen kann, ohne aufzuwachen.

Extrem-Grenzwert

Die niedrigste Temperatur, bei der eine durchschnittliche Frau mit dem Schlafsack überleben kann (wobei das nicht bedeutet, dass eine solche Nacht besonders komfortabel ist).

Neben dem Geschlecht solltest du noch einige andere Punkte beachten. Je älter du bist, desto stärker reagierst du auf kühlere Temperaturen. Daher solltest du dich an einem niedrigeren Extrem-Grenzwert orientieren. Auch deine Größe und dein Körperfettanteil spielen eine Rolle. Achte darauf, dass dein Schlafsack gemütlich, aber nicht zu eng ist, denn dadurch wird die Wärmedämmung eingeschränkt. Und je weniger Körperfett du hast, desto besser sollte die Wärmedämmung deines Schlafsacks sein.

Wie verwendest du den Schlafsack?

Planst du, deinen Rucksack mit deiner gesamten Ausrüstung zu packen und dich in die Wildnis aufzumachen? Oder steht eine Weltreise an? Vielleicht brauchst du auch nur einen Schlafsack für gelegentliche Ausflüge, den du nicht allzu weit tragen musst?

Die Größe (Komprimierbarkeit) und das Gewicht deines Schlafsacks sind wichtig, besonders, wenn du ihn über lange Distanzen tragen musst oder ihn in deinem Rucksack unterbringen willst.

Die Größe und das Gewicht werden unmittelbar von der Füllung des Schlafsacks beeinflusst. Allgemein sind Schlafsäcke entweder mit Daunenfedern oder mit einem synthetischen Material gefüllt, das Daunen recht ähnlich ist, allerdings künstlich hergestellt wurde.

Daunen

die in der Regel von Gänsen stammen, bieten eine hervorragende, natürliche Wärmedämmung. Wenn du eine Daunenfeder unter dem Mikroskop betrachtest, sieht sie aus wie ein Baum. Der Federschaft – also der Teil, der mit der Haut des Vogels verbunden ist – ist dabei der Baumstamm. Davon zweigen unzählige kleine sogenannte Fahnen ab, die sich in immer kleinere Fasern verzweigen. Aufgrund dieser Struktur wird in den Zwischenräumen zwischen den Fasern Luft eingeschlossen und diese Luft verhindert einen Wärmeverlust. Und da es sich nur um Luft handelt, sind Daunen besonders gut zu komprimieren – die perfekte Füllung für Schlafsäcke, die in Rucksäcken verstaut werden müssen.

Daunenschlafsäcke eignen sich daher besonders gut für Wanderungen und Reisen. Sie sind leicht, bieten – für ihr Gewicht - hervorragende Wärme und können zu unglaublich kleinen Paketen komprimiert werden.

Daunen sind jedoch nicht perfekt. Sobald sie nass werden, verlieren sie einen Großteil ihrer isolierenden Eigenschaften und werden schwerer. Daher eignen sich Daunenschlafsäcke nicht so gut für feuchte Bedingungen. Außerdem sind sie teurer als Schlafsäcke mit synthetischer Füllung. Falls du also nur gelegentlich campst, ist eine synthetische Füllung für dich möglicherweise die bessere Wahl.

Die Struktur einer synthetischen Wärmedämmung ​ähnelt der einer natürlichen Daune. Es geht also auch darum, die Wärme mit Hilfe von Lufteinschlüssen zu speichern. Anders als bei Daunen kann eine synthetische Füllung jedoch nicht so stark komprimiert werden. Sie ist daher etwas sperriger und auch schwerer. Für diese Füllung spricht jedoch, dass sie ihre isolierenden Eigenschaften auch bei Feuchtigkeit beibehält. Und sie ist viel leichter zu pflegen – du kannst den Schlafsack beispielsweise einfach in der Waschmaschine waschen. All dies macht ihn zum perfekten Begleiter beim Campen am Strand und für Campingreisen, bei denen es nicht so sehr auf Platz ankommt bzw. du nicht deine komplette Ausrüstung in einem 65-L-Rucksack unterbringen musst.

Für uns ist es wichtig, dass unsere Daunen zu 100% rückverfolgbar sind, ohne Lebendrupf gewonnen werden und ein Nebenprodukt der Lebensmittelindustrie sind.

Wie schläfst du?

Einige unserer Schlafsäcke haben wir auf spezielle Schlafweisen angepasst. Wir bieten die Versionen „Move In Bag“ (im Schlafsack bewegen) und „Move With Bag“ (mit dem Schlafsack bewegen) an. Diese Bezeichnungen sind eigentlich selbsterklärend: Mit dem einen kannst du dich im Schlaf innerhalb des Schlafsacks bewegen. Mit dem anderen kannst du innerhalb des Zelts herumrollen, hast jedoch innerhalb des Schlafsacks nicht ganz so viel Platz. Worin besteht also der Unterschied?

Move in Bag

Hier sind 60 % der Daunen auf der Oberseite des Schlafsacks und mehr über dem Oberkörper als über den Beinen. Dadurch ist die Hauptwärmedämmung auf der Oberseite des Schlafsacks. Egal, wie sehr du dich nun innerhalb des Schlafsacks bewegst, deine Körperwärme bleibt immer erhalten. Der Schlafsack ist auch ein wenig weiter geschnitten, damit du dich innerhalb des Schlafsacks besser bewegen kannst.

Move with Bag

Dieses Modell ist etwas enger geschnitten, sodass es deine Bewegungen besser mitmacht. Die Daunen sind gleichmäßig zwischen dem Hauptbereich des Schlafsacks auf der Ober- und Unterseite verteilt. Egal, wie viel du dich herumwälzt, deine Körperwärme bleibt immer erhalten.

Ausgewählte Produkte

Für den Wanderer: Singi three seasons

Dieser leichte Daunenschlafsack bietet eine optimale Isolierung und hohe Komprimierbarkeit. Mit einer 700 Cuin-Füllung an hochwertigen Daunen eignet sich dieser Schlafsack für Temperaturen bis -2°C.

Für den Strand-Camper: Abisko two seasons

Aufgrund seiner synthetischen Füllung wärmt dich dieser Schlafsack auch in feuchtem Zustand. Mit seinem optimierten Schnitt nimmt er auch nicht zu viel Platz ein.

Für die Person, der immer zu kalt ist: Fjällräven Polar -20

Speziell für Polar-Expeditionen entwickelt, ist dieser Schlafsack mit 800 Cuin an hochwertigen Daunen gefüllt und bietet einen Komfort-Grenzwert für Frauen von -12 °C.

Für die Person, der immer zu warm ist: Move with bag  

Ein durchgehender Zwei-Wege-Reißverschluss vereinfacht die Belüftung. Die geräumige Fußpartie lässt den Füßen viel Bewegungsfreiheit, kann aber auch vollständig geöffnet als Decke genutzt werden.

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