Foxtrail

Können zwei Minuten wirklich etwas bewirken?

#2minutebeachclean - Wie alles begann und wie die Unterstützung der Arctic Fox Initiative sich bemerkbar macht

Nachhaltigkeit | Lesedauer 5 Minuten

The Beach Clean Network gibt es seit 2013 – dem Jahr, in dem Sturm Hercules überall an der britischen Küste Plastikmüll aus dem Meer anspülte. Martin Dorey, Gründer des Projekts #2minutebeachclean, musste mit ansehen, wie sein Strand Crooklets knietief in Plastik und anderem Müll versank. Er erinnert sich: „Ich ging weg und war so wütend, dass der Strand sich in einem derartigen Zustand befand“. An diesem Punkt schwor er sich, „etwas dagegen zu unternehmen“, und so entstand The Beach Clean Network.

Martin entschied sich, über das Internet die Menschen mit der #2minutebeachclean-Initiative dazu zu inspirieren, selbst etwas zu tun. Nach dem Sturm ging er jeden Tag zum Strand und postete Bilder auf Instagram mit dem Hashtag #2minutebeachclean – und plötzlich begannen auch andere mitzumachen. Die ersten Müllsammelstellen mit Schildern, auf denen das Konzept erklärt wird, und an denen Zangen zum Aufsammeln des Mülls sowie Müllsäcke bereitgestellt werden, wurden 2014 von der Organisation an Stränden in Cornwall eingerichtet. Inzwischen gibt es über 800 Sammelstellen im gesamten Vereinigten Königreich und in Irland. Martin ist passionierter Surfer und das Meer sein zweites Zuhause. Aber die Bewegung beschränkt sich längst nicht mehr nur auf Strände: Zu den #2minute-Aktionen gehören inzwischen auch Sammelaktionen in Straßen, Parks und an anderen Orten, an denen Plastikmüll gefunden wird.

Warum zwei Minuten?

Warum keine fünf Minuten für die Strandreinigungsaktion? Warum nicht zehn? Warum nicht irgendeine andere Zeitspanne? Martin erklärt: „Jemanden um zwei Minuten seiner Zeit zu bitten, ist eigentlich so wie jemanden um gar nichts zu bitten.“ Die Idee dahinter ist, dass wirklich jeder zwei Minuten Zeit hat. Und wenn man sagt, dass eine Strandreinigungsaktion gerade einmal zwei Minuten in Anspruch nimmt, gibt es keinen Grund mehr, nicht teilzunehmen. Plötzlich wurde die Bewegung immer bekannter. In allen sozialen Medien wurde darüber berichtet.Auf Instagram gibt es 125.000 Posts von Menschen, die zwei Minuten lang den Strand aufräumen. So werden aus diesen zwei Minuten insgesamt 250.000 Minuten – und die werden im Handumdrehen zu einigen Wochen, in denen die Strände gereinigt werden. Martin schätzt, dass durch die Bewegung 250 Tonnen Müll von den Stränden weltweit eingesammelt wurden. „Wenn bei jeder 2-Minuten-Aktion auch nur 1 bis 2 Kilo Müll aufgesammelt werden, macht das insgesamt 250 Tonnen Müll, der weltweit an Stränden von Menschen gesammelt wird, die nur zwei Minuten ihrer Zeit dafür opfern.“ Und all das hat angefangen mit einem Surfer, der seinen eigenen Strand in Cornwall vom Müll befreien wollte. Martin meint dazu: „Das ist außergewöhnlich. Können wir die Welt in zwei Minuten ändern? Ja! Wenn wir all die Minuten zusammenrechnen, können wir viel bewirken. ”

Wie geht es weiter?

Das Ziel von The Beach Clean Network ist jedoch nicht nur, die Strände von Müll zu befreien. Die Menschen sollen über ihren eigenen Plastikkonsum und ihre eigene Müllbilanz nachdenken. Martin meint dazu: "Wir wollen, dass die Menschen zwei Minuten lang Plastik aufsammeln und wir möchten, dass sie sich selbst fragen: ‚Warum ist dieses ganze Plastik überhaupt hier?‘“. Plastik ist heute ein Riesenproblem für unsere Meere. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2050 in Bezug auf das Gewicht mehr Plastik als Fische im Meer sein werden.” Plastik ist nicht biologisch abbaubar und das Problem von Mikroplastik, das unsere Meere und die Meeresbewohner verschmutzt, ist eine ernstzunehmende Bedrohung. Martin sagt dazu: „Wir wollen die Art und Weise ändern, wie die Menschen den Strand besuchen.“ Eine zweiminütige Sammelaktion sollte fester Bestandteil eines Surf-Trips oder eines Morgenspaziergangs mit dem Hund am Strand sein. Ziel der Organisation ist es, eine Welt ohne Plastikmüll bzw. Verschmutzung zu erleben. Und die Menschen sollen weiterhin inspiriert werden und ihr Verhalten in der Natur verändern. Es geht darum, das Verhalten nachhaltig zu ändern – Menschen sollen über den Zustand der Strände und auch über ihren eigenen Konsum nachdenken. Die Bewegung beschränkt sich nicht auf Cornwall – The Beach Clean Network ist inzwischen im gesamten Königreich und in Irland aktiv und will sich weiterentwickeln und seine Bemühungen fortsetzen. Hier findest du weitere Informationen zu The Beach Clean Network und zu aktuellen und zukünftigen #2minute-Aktionen.

Die Arctic Fox Initiative

2019 hat jeder, der Produkte von Fjällräven mit dem Anhänger der Arctic Fox Initiative gekauft hat, die Unterstützung von drei Non-Profit-Organisationen weltweit ermöglicht. Sie haben alle zum Ziel, die Natur zu schützen und die Menschen dazu zu inspirieren, Zeit in der Natur zu verbringen. The Beach Clean Network hat sich mit ihrem Projekt um einen kleinen Zuschuss für den „Guardian Angel“-Plan beworben. Bei diesem Projekt sind Teams aus Freiwilligen (die so genannten Guardian Angels) an Stränden im Vereinigten Königreich vor Ort, um dort mit Besuchern zusammenzuarbeiten und ihnen die Müllsammelstellen und die Idee der zweiminütigen Sammelaktionen bei jedem Besuch am Strand zu erklären. Das Team von Fjällrävens Arctic Fox Initiative hat beschlossen, die Organisation und die Freiwilligen der Guardian Angel ein Jahr lang zu unterstützen und weitere Sammelstellen im gesamten Südwesten des Vereinigten Königreichs einzurichten


The Beach Network und das #2minutebeachclean-Projekt zeigen deutlich, warum jeder noch so kleine Beitrag für die Umwelt wichtig ist. Zwei Minuten hören sich vielleicht nach nichts an, die Auswirkungen auf die Umwelt und die Leidenschaft hinter dem Projekt jedoch bedeuten alles andere als nichts. Beteilige dich bei deinem nächsten Strandbesuch beim #2minutebeachclean und vergiss nicht, den Hashtag in den sozialen Medien zu verwenden. Derzeit können sich Non-Profit-Organisationen, die sich dem Schutz der Umwelt verschrieben haben bzw. Menschen für die Natur begeistern wollen, erneut bei der Arctic Fox Initiative bewerben, um Unterstützung zu erhalten. Weitere Informationen zur Arctic Fox Initiative findest du hier.

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