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Tipps für’s Wandern bei kalten Temperaturen

Der Morgen ist frisch und klar, Väterchen Frost kitzelt an deiner Nase, deine Wangen sind gerötet vor Kälte und Vorfreude. Ein wunderbarer Tag liegt vor dir. Es sind diese Momente, die Winterwanderungen so besonders machen. Gut durchgeplant und mit der passenden Ausrüstung ist Wandern zu jeder Jahreszeit ein echtes Vergnügen. Mit den folgenden Tipps kannst du jeden Schritt in der Natur genießen – egal, ob Regen, Wind, Schnee oder Sonne deine Begleiter sind.

Kalt & trocken

Mit Ausnahme von Südschweden ist das Heimatland von Fjällräven durch kalte, trockene Winter geprägt. Obwohl das Thermometer weit unter null fällt – minus 45 Grad sind im Norden keine Seltenheit und selbst in Stockholm sind Temperaturen von bis zu minus 20 Grad möglich – fühlt es sich nicht so kalt an wie erwartet. Der Grund dafür ist die trockene Kälte.

  1. Daunen: Bei diesen Bedingungen empfehlen wir Daunenprodukte. Mit einer gut gefüllten Daunenjacke bist du nicht allzu dick eingepackt, aber die Kälte kann dir nichts anhaben. Daunen überzeugen nämlich durch ein optimales Wärme-Gewicht-Verhältnis.
  2. Wolle: Das Mehrschichtenprinzip eignet sich hervorragend, um deine Körpertemperatur zu regulieren. Achte darauf, dass du auf keinen Fall zu sehr schwitzt. Doch falls dich ein steiler Anstieg auf Touren bringt, transportiert Wolle zuverlässig Feuchtigkeit ab. Ein Base Layer aus Merino-Wolle ist die beste Wahl.

Kalt & nass

Diese Bedingungen findest du z. B. oft in Großbritannien, den Niederlanden und Nordfrankreich ​vor. Im Vergleich zur tatsächlichen Lufttemperatur fühlt sich diese feuchte Kälte kühler an als trockene Kälte.

  1. Kunstfaser: In diesem Fall sind besonders eine synthetische Isolierung und die Wahl des richtigen Base Layers wichtig. Kleidung mit synthetischer Füllung wärmt selbst in feuchtem Zustand – anders als Daunen. Dafür nimmt sie, in Relation zum Isoliervermögen, mehr Platz ein.
  2. Keine Baumwolle: Auch bei deinem Base Layer solltest du auf Kunstfaser setzen. Baumwolle ist ein echtes No-Go, da sie Feuchtigkeit aufnimmt und dich nach einer schweißtreibenden Wanderung schnell auskühlen lässt.

Kalt & windig

Das Auskühlen durch Wind kann sehr gefährlich sein. Je schneller der Wind weht, desto höher ist die gefühlte Kälte. Schon bei einer Windgeschwindigkeit von 30 km/h fühlen sich null Grad auf der bloßen Haut wie minus 13 Grad an. Wenn der Wind mit 60 km/h weht, sind es bereits minus 18 Grad. Was wir damit sagen wollen: Bedecke deine Haut so gut wie möglich und trage windabweisende Materialien.

  1. Membran: Damit der Wind nicht bis auf die Haut durchdringen kann, solltest du auf das Mehrschichtenprinzip setzen – mit einer Membran, die Wärme und Schweiß entweichen lässt, aber Wind und Regen abhält. Shellbekleidung ist ideal, isoliert aber meist sehr wenig. Darum solltest du sie über einer isolierenden Mittelschicht tragen.
  2. Kapuzen und getapte Nähte: Wenn du dich vor kaltem Wind schützen möchtest, solltest du möglichst viel von deiner Haut bedecken – und daher eine Jacke mit Kapuze tragen. Die Kapuze vermindert Wärmeverlust und verhindert, dass der Wind bis auf die Haut durchdringen kann. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, schützen getapte Nähte zusätzlich vor Auskühlung.

Allgemeine Tipps

Verfahre nach dem Mehrschichtenprinzip

Der Base Layer leitet Feuchtigkeit ab, wenn du aktiv bist, und hält dich während Ruhepausen warm. Die Mittelschicht isoliert gegen Kälte und die Außenschicht schützt vor Wind, Regen oder Schnee. Wir setzen auf das Mehrschichtenprinzip, weil du damit die Wahl hast: Wenn du ins Schwitzen gerätst, kannst du einfach eine Schicht ausziehen und wenn du Pause machst, kannst du wieder eine Schicht anziehen.

Schütze dich vor Schweiß und Feuchtigkeit

Das Mehrschichtenprinzip verhindert außerdem, dass sich von innen Feuchtigkeit bildet oder sie von außen eindringen kann. Feuchte Kleidung aufgrund von Schweiß, Regen oder nassem Schnee erhöht die Gefahr einer Unterkühlung. Achte darauf, dass du zusätzliche Schichten ausziehst,bevor du ins Schwitzen kommst, aber warte bei einsetzendem Regen nicht zu lange, bis du dir etwas überziehst.

Achte auf regelmäßige Mahlzeiten

Wichtig ist, dass du häufig kleine Mahlzeiten zu dir nimmst, um dich mit Energie (und guter Laune) zu versorgen. Wenn du hungrig bist, muss dein Körper noch mehr arbeiten, um dich warmzuhalten.

Setze auf fett- und zuckerhaltige Snacks (sag „Ja“ zu Schokoriegel und Nuss-Nougat-Creme)

Energiereiche Snacks, die du unterwegs zu dir nehmen kannst, solltest du immer griffbereit bei dir haben. Ausgewogene Ernährung hat hier keine Priorität – was zählt, ist die nötige Power. Kalorienreiche Snacks, die Zucker, Kohlenhydrate und Eiweiß enthalten – wie etwa Schokoriegel oder Erdnussbutter – sind ideal. Und lecker noch dazu!

Nimm regelmäßig Flüssigkeit zu dir

Es fühlt sich vermutlich nicht so an, als würdest du viel Flüssigkeit verlieren, schließlich schwitzt du nicht wie im Sommer. Doch bei jedem Atemzug gibst du Flüssigkeit ab. Darum gilt beim Trinken: Achte auf regelmäßige Flüssigkeitszufuhr.

Trinke warme Getränke

Setze auf warme Getränke. Warmes Wasser ist gut, aber ab und zu ist ein Getränk mit Zucker oder Geschmack hilfreich. In diesem Fall empfiehlt es sich, zwei Thermosflaschen einzupacken – eine gefüllt mit warmem Wasser und eine mit Tee, heißer Schokolade oder Kaffee. Außerdem gefrieren warme Getränke – anders als kaltes Wasser – langsamer.

Vergiss niemals deine Stirnlampe, deinen Kompass und deine Wanderkarte

Im Winter sind die Tage kürzer, das Wetter unberechenbarer und unvorhergesehene Risiken höher. Packe immer eine Stirnlampe ein – damit hast du im Gegensatz zur Taschenlampe die Hände frei. Auch einen Kompass und eine Karte solltest du stets dabei haben (und verwenden können), selbst wenn du auf gut markierten Wegen unterwegs bist. Wenn das Wetter plötzlich umschlägt, bist du auf diese Ausrüstung angewiesen.

Packe zusätzliche Batterien und eine Powerbank ein

Wir alle wissen, wie anfällig ein iPhone-Akku bei Kälte ist. Packe eine voll aufgeladene Powerbank für dein Handy und zusätzliche Batterien für deine Stirnlampe ein und halte sie warm, indem du sie nah am Körper trägst – am besten in einer Brusttasche.


Bring eine Sitzgelegenheit mit

Kälte kann sprichwörtlich bis auf die Knochen durchdringen. Darum solltest du eine weiche Sitzgelegenheit dabeihaben, die dich vor kaltem Untergrund schützt. Ein isoliertes Sitzkissen funktioniert ebenso gut wie eine zusätzliche Daunenjacke. Du kannst auch eine alte Isomatte auf A3-Format zuschneiden.

Nimm Kocher und Gas mit

Vielleicht gefällt dir die Idee nicht, längere Pausen einzulegen. Doch es hilft, sich ein paar Minuten Zeit für eine heiße Mahlzeit zu nehmen. Du fühlst dich nicht nur wohler, sondern wärmst dich zugleich von innen auf.

Starte mit einer kleinen Wanderung

Ein letzter Tipp: Sei realistisch. Eine Winterwanderung durch frisch gefallenen Schnee oder über eisiges Gelände nimmt mehr Zeit in Anspruch als die gleiche Wanderung im Sommer. Es ist eine gute Idee, eine vertraute Tour zu wählen, damit du dich auf alle oben genannten Punkte konzentrieren kannst anstatt auf die Orientierung. Und vergiss niemals, eine Person zu Hause über deinen Aufenthaltsort, deine Route und deine geplante Rückkehr zu informieren.

Eure Empfehlungen

David Green: „Plane deine Route nach Qualität, nicht nach Quantität. Egal, ob 5 oder 15 Kilometer – du solltest dein Abenteuer genießen, anstatt dich zu verausgaben. Es muss keine einfache Tour sein, aber besinne dich auf den Grund deiner Wanderung – die Freude an der Natur.“

Demitris Makridakis: „Damit eine Wanderung Spaß macht, solltest du dich vorab mit deiner Ausrüstung vertraut machen und immer auf deinen Instinkt und deinen Körper hören.“

Wouter Wesselius: „Verlass dich nicht nur auf dein GPS-Gerät. Packe immer zusätzlich eine gute Karte und einen Kompass ein.“

Peer Lawther: „Scheue nicht davor zurück, umzukehren, falls du dir unsicher bist, ob du auf dem richtigen Weg bist oder ob das Wetter umschlägt. Ein kluger Mann hat einmal gesagt: Die Berge werden immer da sein ...“

Bilder: Daniel Taipale @dansmoe

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