Foxtrail

Was du Schweiß nennst, nennt er Wassermoleküle

Fjällrävens Materialexperte Felix Aejmelaeus-Lindström erklärt, wie Wanderbekleidung für warme Klimazonen funktionieren sollte.

Produkte | Lesedauer 3 Minuten

Gleißende Sonne und hohe Luftfeuchtigkeit plus körperliche Anstrengung – das hört sich ziemlich ungemütlich an, oder? Nicht unbedingt. Es kommt darauf an, wie viel Wasser du trinkst und wie fit du bist - und natürlich welche Kleidung du trägst. Bei Wanderungen in warmen Klimazonen gibt es unterschiedliche Aspekte, die Auswirkungen darauf haben, wie gut deine Bekleidung den Körper schützt und wie gut sie den Körper dabei unterstützt, Hitze zu regulieren. Das hat mit den Eigenschaften des Materials zu tun, wie das Material selbst hergestellt wurde und wie gut die Bekleidung unter anderem zu einer guten Luftzirkulation und Wasserdampfdurchlässigkeit beiträgt. Bei trockener Hitze versuchst du immer, möglichst im Schatten zu wandern, verwendest Bekleidung mit guter Luftzirkulation und achtest darauf, ausreichend zu trinken. Wenn du schwitzt, verdunsten Wassermoleküle auf deiner Haut und dein Körper wird gekühlt. Wenn das Klima jedoch heiß und feucht ist, wird das problematisch. Die Wassermoleküle können nicht so leicht verdunsten, da die Luft bereits viel Feuchtigkeit enthält. In diesem Fall ist es besonders wichtig, Materialien zu verwenden, die nicht dicht sind und so viel Verdunstung wie möglich zulassen.

“Bekleidung wird im Allgemeinen verwendet, um den Körper vor externen Faktoren zu schützen, ohne die natürlichen Funktionen des Körpers zu beeinträchtigen. Bei Bekleidung für warmes Klima kommt es deshalb darauf an, die Bedürfnisse des Körpers im Hinblick auf Temperaturregulierung zu berücksichtigen. Die Bekleidung, die wir für warmes Klima entwickeln, muss sowohl vor Sonne schützen als auch die Luftzirkulation unterstützen, um die Verdunstung zu fördern”, erläutert Felix Aejmelaeus-Lindström.

„Wenn wir die Luftzirkulation unterstützen, die zwischen der Bekleidung und der Haut stattfindet, können die Wassermoleküle sich bewegen und Platz machen für neue Moleküle – das bedeutet, dass die Haut mehr Moleküle freisetzen kann und der Körper somit besser gekühlt wird. Damit das gelingt, ist die Zusammensetzung des Materials selbst extrem wichtig.”

„Einfluss hat, welches Garn man verwendet, wie das Garn gesponnen ist und wie das Material hergestellt wurde. Man kann ein lockeres Material herstellen, bei dem mehr Luft im Material enthalten ist, also weniger Fäden pro Zentimeter. Das kann sich negativ auf die Reißfestigkeit des Materials auswirken, was man jedoch durch eine sogenannte Ripstop-Konstruktion oder ein stärkeres Material ausgleichen kann.“ Neben der Unterstützung der Luftzirkulation muss das Material Feuchtigkeit absorbieren können und schnell trocknen, also die Feuchtigkeit nach außen weiterleiten.

„Was man also braucht ist Absorption bzw. Feuchtigkeitsableitung. Feuchtigkeitsableitung bedeutet, dass das Material Feuchtigkeit vom Körper weg zur Außenseite der Fasern transportiert, statt diese zu absorbieren.“ Andernfalls bleibt die Feuchtigkeit auf der Haut und man fühlt sich feucht und klamm. Felix nennt Baumwolle, Hanf und Tencel als Materialien mit hohen feuchtigkeitsableitenden Eigenschaften, die relativ schnell trocknen. Das Ergebnis ist jedoch dasselbe: Man bleibt trocken.

DIESE WEBSITE VERWENDET COOKIES

Diese Seite verwendet Cookies, um dir das Verweilen auf unsere Seite so interessant wie möglich zu machen. Dadurch können wir unsere Seite stetig verbessern. Durch die Nutzung dieser Website stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen über unsere Verwendung von Cookies sowie der Opt-Out-Option oder der Änderung deiner Einstellungen findest du in unserer Datenschutzerklärung und in unseren Cookie-Richtlinien.